JOHANNES KOBALD

Das Konzept von Scoreflows ist eine Verbindung verschiedener Erfahrungen

und Aktivitäten in der Branche Musik.

Ausbildung:
  • 1992 – 2000: Studium Katholische Kirchenmusik (Wien)

  • 2000: Auszeichnung und Würdigungspreis des Bundesministeriums für Bildung Wissenschaft & Kultur.

  • 2008 – 2010: Studium Klavier – Instrumentalpädagogik (Vienna Konservatorium)

Biographie:

„Ich stehe früh morgens auf und höre eine Melodie. Sie begleitet mich den ganzen Tag, sie wirkt auf mein Denken und beeinflusst mein Handeln.“

Nach seinenm Klavier- und Kirchenmusikstudium (Chorleitung, Komposition, Orgel) beginnt Johannes Kobald seine Tätigkeiten als Tontechniker und Chor- und Orchesterleiter in Wien. Wichtige Stationen sind der W.U. CHOR WIEN, Chor und Orchester der Schlosskapelle Schönbrunn und die Wiener Sängerknaben.

Während dieser Zeit entdeckt der jung ausgebildete Komponist in Sprache und Musik zwei korrespondierende Kunstgattungen, die er in seinen ersten kompositorischen Arbeiten intensiv gegenüberstellt.
Auftraggeber in dieser Zeit sind u.a. die Wiener Sängerknaben, die Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik (ÖGZM), die Universität für Musik, Hortus Musicus (Klagenfurt), Jesuitenkolleg Innsbruck, Gesellschaft Kärntner Slowenen in Wien, Collegium Innsbruck, Muun Kompanie, Wiener Orgelkonzerte und Museum Angewandter Kunst-Wien (MAK).

„Passt die Melodie zu einem Ereignis, Tagesgeschehen oder ein Gefühl, kann ich mit dem Komponieren beginnen.“

Als Gesangsmitglied der Wiener Choralschola, die sich seit 1996 der wissenschaftlichen Restauration sowie der Pflege des Gregorianischen Chorals und der Frühen Mehrstimmigkeit (Konzerte, liturgische Veranstaltungen, Workshops) verschrieben hat, erhält Johannes Kobald intensiven ‚Kontakt‘ mit der Wiege der abendländischen Musikkultur.

In diesem Zusammenhang erkennt Johannes Kobald die stark verwobene Beziehung von hör- und spürbarer Musik und den vorherrschenden Naturgesetzen (Naturkonstanten) und beginnt den gemeinsamen Startpunkt (Urknall?) von Mensch, Geist einerseits und Natur andererseits für sich zu begreifen.

„Beim Komponieren denke ich jede Sekunde an den Hörenden und Interpretierenden. Jeder Ton, jede Harmonie oder Disharmonie muss verstanden werden: von mir, den Musizierenden, aber vor allem von den Zuhörenden!“

Derzeit beschäftigt sich Johannes Kobald zunehmend mit reiner Instrumentalmusik und lässt gerne seine kompositorischen Erfahrungen in seine Tätigkeit als Klavierpädagoge einfließen; und umgekehrt.

Berufserfahrung:
  • 1996 – 2017: Mitglied der Wiener Choralschola

  • 2000 – 2004: Sound Engineering im Studio Klaus Kobald (Jingle – Hörspiel)

  • 2001: Leitung der TNO Big Band Mödling (CD-Produktion)

  • 2003 – 2010: Leitung des Chores „W.U. CHOR WIEN“

  • 2005 – 2007: musikalische Leitung des Chores und Orchesters der Schlosskapelle Schönbrunn

  • 2007 – 2008: Kapellmeister bei den Wiener Sängerknaben (Konzerttourneen nach Südkorea, USA, Kanada und Italien)

  • 2008 – 2013: Klavierpädagoge und Korrepetitor an der Musikschule Region Wagram

  • 2008 – 2013: Leitung des Königsbrunner Kammerchores

  • Seit 2012: Klavierpädagoge an der Beethoven Musikschule Mödling

  • Seit 2016: Co-Trainer bei Leadership Orchestra

Zur Person:
Harmonische Neubauten, die zur Veredelung der Musiklandschaft beitragen

Die Kompositionen von Johannes Kobald sind ein untrennbarer Bestandteil eines großen Ganzen. Die von ihm kreierte Musik soll Menschen in geistig-sittlicher Hinsicht verfeinern, ihre Sensibilität schärfen, ihre Bereitschaft für das Schöne, Gute und Feine erhöhen und so ihren gedanklichen Horizont erweitern.

 

Diese umfassende Wirksamkeit der Musik sowohl auf Emotionen als auch auf Einstellungen und Haltungen erkannte Johannes Kobald schon sehr früh in seiner Kindheit. Jener markante, persönliche Impuls begleitet und prägt sein gesamtes persönliches Leben und musikalisches Arbeiten.

 

Nach der schulischen und umfassend musikalischen Bildung und Ausbildung hat er sich zum Ziel gesetzt, diesen Effekt nicht nur als Interpret auf Klavier und Orgel, sondern sowohl als Pädagoge als auch als Chorleiter und Komponist weiter zu geben. Die starke Leidenschaft für Musik verbindet Johannes Kobald mit einer hohen Verantwortung bei deren Vermittlung. Dabei legt er den Schwerpunkt auf die sogenannte E-Musik.

 

Das Wissen um die bestimmten und unverrückbaren mathematischen Verhältnisse der Töne zueinander veranlasst ihn seit Jahren beim Komponieren dazu, dieses komplexe Wissen in eine gut fassbare akustische Sprache zu übersetzen, die auf Melodien und Rhythmen aufgebaut ist und daher von Zuhörenden gut aufgenommen werden kann.

Mit seinen Kompositionen schafft er musikalische Neubauten, die sich harmonisch in die weite Musiklandschaft einfügen und so zur deren Veredelung beitragen sollen.

Komponieren für Studierende als Entdeckungsreise

Johannes Kobald begibt sich beim Komponieren auf eine Reise in fremde Welten. Er ist offen für sämtliche Instrumentengruppen.
Eine zentrale Schiene bei der Komposition ist die Arbeit mit Lernenden, die bei Wettbewerben oder Diplomprüfungen auftreten und gefordert sind, zeitgenössische Stücke aufzuführen. Dieser Schöpfungsprozess ist für Johannes Kobald vor allem deshalb spannend, weil er sich auf unterschiedliche musikalische Fähigkeiten der Lernenden sowie auf die zur Aufführung spezifische Instrumentierung einlassen muss.

Ziel dieser Aufträge ist es, bei den Studierenden das Interesse an einer qualitativ hochwertigen zeitgenössischen Komposition zu etablieren sowie zum Gelingen des Wettbewerbs oder der Prüfung beizutragen. Gleichzeitig dienen diese Aufführungen als Lernprozesse und als Probeläufe für die eigenen Werke.

Gelebte Leidenschaft – zeitgenössisches Komponieren für Musizierende


Jede Komposition ist für Johannes Kobald ein umfassender Schöpfungsakt, der ihn über Tage, Wochen oder Monate beschäftigt, quält und schließlich erlöst. Wesentlich ist für ihn der klar formulierte Auftrag durch einen Interpreten. Danach sucht Kobald ein bestimmtes Thema sowie eine dazu stimmige Melodie und deren Rhythmus.

„Jede meiner Melodien muss auch gesungen werden können."

Die Melodie ist für Kobald ein klarer, unveränderlicher Baustein, auf den er alles Weitere aufbauen kann, vergleichbar mit einer DNA im biologischen Kontext.

Johannes Kobald komponiert als Zeitgenosse auch entsprechend modern, nicht mit Papier und Bleistift, sondern mit einem Computerprogramm, das er sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem PC und Tablett jederzeit abrufen kann.

 

Seine behutsame Umgangsweise mit Melodien zeigt sich auch daran, dass er die Melodien, die nicht sofort seine Begeisterung auslösen, wie einen dynamischen Ball behandelt. Er spiegelt die Melodie in der Längsachse und in andere Richtungen, er arbeitet damit wie mit einem Teig, den er in alle Richtungen und in sämtliche Versionen regelrecht knetet. Falls kein befriedigendes Resultat erfolgt, lässt er die Melodie fallen, wobei er sich, je nach Zeitdruck, Raum lässt und abwägt.

„Man soll zur Musik, die man erschaffen hat, stehen und sagen, das war so und das war auch gut so, damals“

Seine Kompositionen sieht Johannes Kobald auch als stets gültige Werke an, sie haben kein „Ablaufdatum“.

Seine schöpferische Arbeit betrachtet Johannes Kobald als einen allumfassenden Prozess, wobei ihm – analog zu Arnold Schönberg – als wesentliches Motto wichtig ist, stets eine Melodie zu schreiben bzw. zu komponieren, die auch die Vögel vom Dach pfeifen können. Die Melodie bleibt klar und deutlich „sichtbar“: hörend, erinnernd oder verlangend.

 

Johannes Kobalds Ziel ist es, für Interpreten, die sich mit zeitgenössischer Musik beschäftigen, ein verlässlicher, kreativer und qualitativ hochwertiger Partner zu sein.